Meine Kindheitserinnerungen: Blockade, Hunger und Bonbons.

Nicht alle erinnern sich an die eigene Kindheit. Aber es gibt Menschen, die im Detail sagen können, was in den ersten Jahren ihres Lebens passierte. Und diese Erinnerungen sind unbezahlbare Schätze. Über die Belagerung von Leningrad im Zweiten Weltkrieg ist sehr viel geschrieben worden, und die meisten von denen, die in der Sowjetunion aufwuchsen, kennen das Heldentum der Stadt und ihrer Bewohner. Aber wir wollen, dass auch die Kinder, die nicht mehr in Russland leben, darüber Bescheid wissen. Der Heldenmut von sowjetischen Menschen ist in der Regel nicht Bestandteil des Geschichtsunterrichts in deutschen Schulen, und wir Erwachsene haben die Pflicht, diese Lücke zu füllen. Was die Menschen während dieses schrecklichen Krieges erlebten, darf nie wieder passieren. Und vergessen dürfen wir dies auch nicht. Unter uns leben besondere Menschen - lebendige Zeugen der Geschichte. Und jede Aussage eines solchen Zeitgenossen ist eine Fundgrube an historischen Tatsachen.

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DIE SINGENDE FAMILIE.

Im Mittelpunkt der Familie Flaum steht die Mutter. Sie ist warmherzig und hilfsbereit. Mama wird nicht nur von Kindern und Enkelkindern respektiert, sondern auch von den vielen Menschen in ihrer Umgebung. Sie sprach immer schon gutes Deutsch. Als die ganze Familie nach Deutschland übersiedelte, war sie es, die alle behördlichen Dinge regelte. Viele Menschen holen sich bei ihr einen guten Rat. Und sie hat stets ein offenes Ohr für alle. Leuten zu helfen machte sie zu ihren Beruf.

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Eine mutige Frau.

Es gibt besonders bewundernswerte Persönlichkeiten unter uns, die aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland angekommen sind. Eine von ihnen ist Esfir Demidova, die in Frechen alle einfach Fira oder Tante Fira nennen.

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eltar

Wir werden diese Tage nie vergessen. Die Einwohnerin von Frechen hat die Leningrader Blockade überlebt.

Der Tag des Sieges im zweiten Weltkrieg war und bleibt einer der wichtigsten Feiertage in den Länden der ehemaligen Sowjetunion. Tausende unserer Landsleute sind schicksalhaft nach Deutschland verschlagen worden. Unter ihnen gibt es Veteranen des zweiten Weltkriegs, ehemalige Gefangene aus Konzentrationslagern und Gettos, Überlebende der Leningrader Blockade und Menschen, die während des Krieges mit ihrer Arbeit viel für das Land getan haben. Von Jahr zu Jahr werden Zeugen dieser Zeit immer weniger, aber auch die nachfolgenden Generationen ehren vieles, was mit dem Krieg verbunden ist. Wir alle wollen in Frieden leben und dürfen die Grausamkeiten des Faschismus nicht vergessen. Fast jede sowjetische Familie hat unter den Folgen des Krieges gelitten. Was die internationale Bevölkerung der sowjetischen Republiken alles erleben musste, darüber weiß jeder Bescheid. Am meisten hat es die Juden und die Russland-Deutschen getroffen, die die Verbannung, Zwangsarbeit und den Hass von eigenen Landsleuten über sich ergehen lassen mussten. Wir werden auch weiterhin über diese Menschen berichten.

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